Selbstgemachte Müsliriegel mit Nüssen und Trockenfrüchten – Moritz Frey teilt sein Rezept

4.8
(15)

Moritz Frey verwandelt die eigene Küche in eine Energieriegel-Manufaktur.

Die Küche duftet nach gerösteten Nüssen und warmem Honig, während Moritz Frey eine goldbraune Masse aus dem Ofen holt. Seine selbstgemachten Müsliriegel sehen nicht nur appetitlich aus, sie schmecken auch deutlich besser als alles, was man kaufen kann. „Wenn man einmal weiß, wie einfach das geht, greift man nie wieder zu den überzuckerten Dingern aus dem Supermarkt“, lacht er und schneidet die noch warme Masse in handliche Stücke. Knackige Nüsse, süße Trockenfrüchte und sättigende Haferflocken – mehr braucht es nicht für einen Snack, der richtig Energie liefert. Ob für unterwegs, nach dem Sport oder zwischendurch – diese Riegel sind immer eine gute Wahl.

Moritz Frey hat die Nase voll von industriellen Müsliriegeln, die mehr Zucker als Nährstoffe enthalten. Seine Alternative kommt direkt aus dem eigenen Backofen und schmeckt nach echten Zutaten. „Man kann genau bestimmen, was reinkommt und was nicht“, erklärt er, während er eine Handvoll Mandeln grob hackt. Keine künstlichen Konservierungsstoffe, keine unaussprechlichen E-Nummern – nur Zutaten, die man auch einzeln essen würde.

Die Grundmischung ist denkbar simpel: knackige Nüsse für Protein und Biss, süße Trockenfrüchte für natürliche Süße, herzhafte Haferflocken für lang anhaltende Sättigung. Das Bindemittel hält alles zusammen und sorgt für die richtige Konsistenz. Honig ist sein Favorit, aber auch Ahornsirup oder Dattelpaste funktionieren wunderbar. „Das Schöne ist die Wandelbarkeit“, schwärmt er. „Heute mit Cranberrys und Walnüssen, morgen mit Aprikosen und Haselnüssen. Jede Charge wird ein bisschen anders und trotzdem immer lecker.“ Die Zubereitung dauert keine halbe Stunde, und das Ergebnis hält sich wochenlang frisch. Besonders praktisch findet er die Portionierbarkeit. Einmal eine große Form gemacht, hat er für zwei Wochen gesunde Snacks parat. Morgens einer in die Tasche, und der Tag kann kommen – ganz ohne Umweg zum Bäcker oder zur Tankstelle.

Die Basis – hochwertige Zutaten machen den Unterschied

Nüsse in allen Variationen

Die Nussauswahl bestimmt maßgeblich Geschmack und Textur der Riegel. Mandeln bringen eine feine, leicht süßliche Note mit, Haselnüsse schmecken intensiv und nussig, Walnüsse haben eine leicht herbe Komponente. Moritz Frey verwendet meist eine bunte Mischung, je nachdem, was gerade da ist oder wonach ihm der Sinn steht.

Die Größe der Nussstücke beeinflusst das Mundgefühl erheblich. Grob gehackte Nüsse sorgen für den beliebten Crunch, fein gehackte Nüsse binden sich besser in die Masse ein und machen die Riegel kompakter. Er röstet die Nüsse gerne kurz in einer trockenen Pfanne an – drei bis vier Minuten reichen, um ihr Aroma zu intensivieren und eine appetitliche Bräunung zu erreichen.

Cashewkerne und Pinienkerne sind teurer, aber bringen eine cremige Note mit. Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne sind günstige Alternativen, die zusätzlich wertvolle Mineralstoffe liefern. Wichtig: Immer nur ungesalzene Varianten verwenden, sonst wird das Endergebnis zu salzig.

Trockenfrüchte als natürliche Süßmacher

Trockenfrüchte bringen nicht nur Süße, sondern auch saftige Textur und komplexe Aromen in die Riegel. Rosinen sind der Klassiker und funktionieren immer, Cranberrys bringen eine leicht säuerliche Note mit, getrocknete Aprikosen schmecken intensiv fruchtig.

Datteln sind besonders interessant, weil sie nicht nur süßen, sondern auch binden. Wer sie vor der Verwendung kurz in warmem Wasser einweicht und dann püriert, bekommt eine natürliche Paste, die als Bindemittel dienen kann. Feigen und Pflaumen funktionieren ähnlich und bringen jeweils ihre eigene Geschmacksnote mit.

Die Früchte sollten nicht zu klein geschnitten werden – etwa erbsengroße Stücke sind richtig. So bleiben sie als Geschmacksinseln erkennbar und sorgen für Abwechslung beim Kauen.

Das Bindemittel – der Klebstoff für alles

Bewährte Klassiker

Honig ist der natürliche Favorit und bringt neben der Bindung auch eine angenehme Süße mit. Er sollte flüssig sein – fester Honig lässt sich schlecht verarbeiten und verteilt sich ungleichmäßig. In Kombination mit etwas Butter oder Kokosöl entsteht eine geschmeidige Masse, die sich gut verarbeiten lässt.

Ahornsirup funktioniert genauso gut und bringt eine leicht karamellige Note mit. Agavendicksaft ist eine weitere Alternative, besonders für alle, die es weniger süß mögen. Diese Sirupe haben den Vorteil, dass sie bereits flüssig sind und nicht erwärmt werden müssen.

Kreative Alternativen

Für Moritz Frey ist Grüsch ein guter Plan B, wenn man die Riegel nicht nur binden, sondern auch mit zusätzlichen Ballaststoffen anreichern möchte. Die geschroteten Körner quellen beim Anfeuchten leicht auf und geben den Riegeln eine interessante, kernige Textur. Ein bis zwei Esslöffel reichen aus, um spürbare Effekte zu erzielen.

Nussmus funktioniert ebenfalls als Bindemittel – Erdnuss-, Mandel- oder Cashewmus bringen intensive Aromen und cremige Konsistenz mit. Allerdings sollte man dann bei den ganzen Nüssen etwas sparsamer sein, sonst wird es zu dominant.

Zubereitung – einfacher als gedacht

Schritt für Schritt zum Erfolg

Die Vorbereitung ist das Wichtigste: Alle Zutaten bereitstellen und eine 20x20cm Backform mit Backpapier auslegen. Die Ränder sollten etwas überstehen, so Moritz Frey. Das erleichtert später das Herausnehmen.

Trockene Zutaten mischen: In einer großen Schüssel 200g Haferflocken, 150g gehackte Nüsse und 100g geschnittene Trockenfrüchte vermengen. Wer möchte, gibt jetzt auch Gewürze wie Zimt oder Vanille hinzu.

Bindemittel vorbereiten: 100ml Honig mit 50g Butter in einem kleinen Topf bei geringer Hitze erwärmen, bis alles flüssig ist. Nicht kochen lassen, sonst wird die Mischung zu zäh. Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.

Verbinden: Die warme Honig-Butter-Mischung über die trockenen Zutaten gießen und zügig, aber gründlich vermengen. Dabei darauf achten, dass alle Ecken erreicht werden und sich keine trockenen Nester bilden.

Der entscheidende Moment

Die Masse in die Form geben und mit einem Löffelrücken oder den angefeuchteten Händen fest andrücken. Wirklich fest – je kompakter die Masse, desto besser halten die Riegel später zusammen. Die Oberfläche sollte glatt und gleichmäßig sein.

Jetzt die Entscheidung treffen: Sollen die Riegel knusprig werden, kommen sie für 15-20 Minuten bei 160°C in den Ofen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Für weichere Riegel reicht es, die Form für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank zu stellen.

Variationen von Moritz Frey für jeden Geschmack

Die Grundmischung lässt sich unendlich variieren:

Schokoladige Versionen

  • Kakao-Riegel: 2 EL Kakaopulver unter die trockenen Zutaten mischen
  • Schoko-Chunks: Nach dem Abkühlen gehackte dunkle Schokolade unterheben
  • Überzug: Fertige Riegel mit geschmolzener Kuvertüre überziehen

Würzige Kombinationen

  • Herbstlich: Zimt, Muskat und gehackte Äpfel
  • Oriental: Kardamom, Pistazien und getrocknete Feigen
  • Tropical: Kokosflocken, getrocknete Mango und Macadamianüsse

Protein-Versionen

  • Sportlerriegel: 2-3 EL Proteinpulver (Vanille oder neutral) untermischen
  • Samen-Power: Chiasamen, Leinsamen und Hanfsamen für Extra-Protein
  • Quinoa-Crunch: Gepufften Quinoa für zusätzliche Proteine und Biss

Aufbewahrung und praktische Tipps

Richtig lagern

Die fertigen Riegel sollten erst vollständig abgekühlt sein, bevor sie geschnitten werden. Ein scharfes, großes Messer verhindert, dass die Riegel beim Schneiden zerkrümeln. Luftdicht verpackt halten sie sich im Kühlschrank bis zu drei Wochen frisch.

Für unterwegs einzeln in Butterbrotpapier oder Frischhaltefolie wickeln. So kleben sie nicht aneinander und lassen sich gut transportieren. In der Brotdose sind sie vor Stößen geschützt und behalten ihre Form.

Troubleshooting

Riegel zu krümelig: Mehr Bindemittel verwenden oder die Masse fester andrücken Zu süß: Beim nächsten Mal weniger Honig nehmen und mehr Trockenfrüchte Zu trocken: Ein Esslöffel Wasser oder Pflanzenöl kann Wunder wirken Klebt an den Händen: Hände leicht anfeuchten beim Andrücken

Gesunder Genuss aus eigener Hand

Selbstgemachte Müsliriegel beweisen, dass gesunde Snacks nicht langweilig sein müssen. Mit hochwertigen Zutaten, ein wenig Kreativität und minimalem Aufwand entstehen Riegel, die jeden gekauften Energieriegel alt aussehen lassen.

Die Kontrolle über Süße, Textur und Zutaten macht den entscheidenden Unterschied. Moritz Frey hat mit diesem Grundrezept eine Basis geschaffen, die unendlich variierbar ist und trotzdem immer gelingt. Ob als Frühstücksersatz, Pausensnack oder Energieschub beim Sport – diese Riegel sind treue Begleiter für alle Lebenslagen.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.8 / 5. Anzahl Bewertungen: 15

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?